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Der Straddling Bus oder Chinas Antwort auf den Verkehrsinfarkt?

Verfasst von TJH am 27. September 2010 – 20:45Kein Kommentar

Der Straddling Bus oder Chinas Antwort auf den Verkehrsinfarkt?Der Straddling Bus oder auch 3D fast Bus

Was macht man, wenn der Verkehr auf den Straßen in einem Land wie China der Verkehrsinfarkt droht? Auf Carsharing bauen? Autozulassungen begrenzen? Nein, in China leitet man den Verkehr einfach auf die nächsthöhere Ebene um. Was einem eigentlich nur aus Science-Fiction Filmen wie “Star Wars” oder “Das fünfte Element” schon einmal irgendwie unter die Augen gekommen zu sein scheint, in China sitzt man ernsthaft an dieser Lösung. Mit dem Straddling Bus, einer sogenannten Busbrücke soll es machbar sein Personen zu transportieren, den Verkehr unter dieser Busbrücke weiter laufen zu lassen und bei einem Stau diesen einfach – im wahrsten Sinne des Wortes – zu überfahren.

Platz für bis zu 1.400 Passagiere

Geplant wird dieser Busriese von Shenzhen Hashi Future Parking Equipment Co. Ltd. und hat eigentlich den Namen 3D fast bus. Den Namen Straddling Bus verdankt das futuristische Ungetüm wohl Annie Lee, die für chinahush.com von der Expo in Peking berichtete, und schlich sich so in die Berichterstattung der Medien als Modellbezeichnung ein. Straddling Bus heißt im Übrigen so viel wie Spreiz-Bus.
Mit 40-60 Stundenkilometern Höchstgeschwindigkeit soll sich der Straddling Bus einmal über Schienen an der Fahrbahnseite über die Straße bewegen. Im Inneren des Straddling Bus steht die Transportmöglichkeit von bis zu 1.400 Passagieren zur Verfügung. Warnanlagen sollen vor Unfällen schützen und große Fahrzeuge an der Einfahrt hindern. Dies setzt natürlich Voraus, dass die Fahrzeuge diese Warnsignale auch empfangen können.

Kraftstoffeinsparung von 860 Tonnen

Mit dem Straddling Bus versprechen sich die chinesischen Techniker eine Reduzierung des Verkehrs von 20 bis 30 Prozent. Die Ungetüme haben eine Größe von 5,5 Meter und der Streckenausbau soll zusätzlich 10 Prozent günstiger sein als der einer U-Bahn. Dabei soll der Straddling Bus 30 Prozent effizienter als die U-Bahn sein. Zusätzlich verspricht man sich von dem Straddling Bus eine Kraftstoffeinsparung von 860 Tonnen pro Jahr und einem geringeren CO2-Ausstoß von unglaublichen 2.460 Tonnen, welches alleine schon der Mühe Wert zu sein scheint. Betrieben wird der Straddling Bus mit Strom.
Bereits zum Ende des Jahres soll eine 185 Kilometer lange Teststrecke in Pekings Bezirk Mentougou gebaut werden.
Ob sich dieses Konzept durchsetzen kann? Wenn dann sicher in China.

Youtube Video zum Straddling Bus in englischer Spache:

In dem auf Youtube gefundenen Video wird in einer englischen Übersetzung erklärt, wie der Straddling Bus funktioniert.



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