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Jobmotor Autoindustrie – alles nur Lug und Trug?

Verfasst von TJH am 20. August 2010 – 13:25Kein Kommentar

Jobmotor Autoindustrie – alles nur Lug und Trug?Jobmotor Autoindustrie – alles nur Lug und Trug?

In einer sehr kritischen Pressemitteilung gab heute der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) bekannt, dass den Bundesbürgern von der Autolobby mit der Aussage „Jeder siebte Arbeitsplatz hänge vom PKW“ eine Falschaussage untergejubelt worden sei.
Der VCD bemängelt, dass es hierzu keinerlei Studien der Automobilindustrie gäbe, die dies handfest untermauern und damit Beweisen könnte.
Das Fatale, dieser Irrglaube hat sich unwidersprochen in die deutsche Verkehrspolitik eingenistet.
Wie der von der Autolobby angetriebene Ölbedarf auch in Mitteleuropa die Natur zerstört, zeigt der ökologische Verkehrsclub Deutschland in seiner aktuellen Ausgabe der Mitgliederzeitschrift „fairkehr“.

Jeder 7. Arbeitsplatz nur ein Mythos

Michael Rothgang vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsförderung betont in der Mitgliederzeitschrift: „Der Mythos von jedem siebten Arbeitsplatz gründet in ein paar absurden Annahmen.“ Dies belegen auch die nackten Fakten: Nur jeder 50. Beschäftigte arbeitet an der Herstellung von Fahrzeugteilen. Werden dazu noch die Dienstleistungen hinzugerechnet, ist bloß jeder 26. Arbeitsplatz mit dem Auto Verbunden. Doch der VCD rechnet noch weiter vor: Selbst wenn man die weitreichenden Verflechtungen, wie etwa die Textilindustrie für die Sitzbeläge hinzunimmt, wären es gerade einmal 2,9 Millionen Arbeitsplätze. Demnach hätte nur jeder 14. Arbeitsplatz etwas mit der Produktion von PKW zu tun. Doch auch dies sei laut Rothang noch zu hoch angesetzt. So würden PKW verkauft, repariert und betankt ohne dem Beitrag der Automobilindustrie.

Bilder zum Artikel Jobmotor Autoindustrie – alles nur Lug und Trug?

(Copyright Bilder: Verkehrsclub Deutschland)

Autolbby schönt Zahlen

Die von der Autolobby angegebenen Zahlen seinen geradezu widersinnig und systematisch schön gerechnet. Denn diese geht bei ihrer Berechnung zum einen äußerst großzügig vor, zum anderen würde die Autolobby nicht die 40,2 Millionen Erwerbstätigen (inkl. Selbstständige und Beamte) als Basis der Berechnung nehmen, sondern lediglich die 35,8 Millionen Arbeitnehmer.
Wissentlich verschwiegen werde auch, dass viele im PKW-Sektor beschäftigte auf dem Arbeitsmarkt einer weniger autofixierten Gesellschaft ebenso benötigt werden würden.

Die Leidtragenden sind der Mensch und die Umwelt

Dabei sind es letztlich die Menschen und die Umwelt, die für die blinde Fixierung auf den Autoverkehr einen hohen Preis zu zahlen haben. Wie etwa die Verschmutzung der Meere durch den Förderbetrieb bei dem mehr als eine Millionen Tonnen ölverseuchtes Produktionswasser täglich alleine in die Nordsee abgelassen werden, was sogar größere ökologische Schäden anrichtet, als das jüngste Beispiel, der von BP verursachten Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko. Dass diese Konzerne das Risiko einer Katastrophe nicht im Griff haben, zeigt diese Ölpest ganz deutlich.

Sinnvolle Mobilität

Wie eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Mobilität gestaltet werden könnte, hat der VCD bereits 1998 errechnet. Wenn diese Vorgaben umgesetzt worden wären, wären heute im Verkehrssektor 30 Prozent weniger CO2 und 200.000 Arbeitsplätze mehr möglich.

Hinweis

Den vollständigen Artikel, sowie weitere Artikel zum Thema kann man in der VCD-Mitgliedszeitschrift fairkehr (Ausgabe 04/2010) lesen.
Link zum Beitrag: www.fairkehr-magazin.de

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